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Aktuelles aus dem Schulleben
Erinnern heißt handeln: Die Schicksale von vier Frauen an der Bergstraße 5
Die Geschichte von Elfriede, Rosalie, Cilli und Else aus der Bergstraße 5 in Bad Honnef
Da wir uns mit dem Thema der NS-Zeit und antisemitischer Verfolgung in den letzten Klassenleitungsstunden auseinandersetzten, suchten wir auch hier in Bad Honnef nach Stolpersteinen und befassten uns mit den Geschichten der dazugehörigen Menschen.
Stolpersteine wurden verlegt, um an die Menschen zu erinnern, die während des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Sie sollen vor dem Vergessen der Namen und Lebensgeschichten der Opfer bewahren.
Wir suchten uns die Geschichte von Rosalie und Elfriede Menkel, Cilli Rings und Else Stang aus, um mehr über ihre Leben zu erfahren. Rosalie Menkel, geboren 1878, wohnte zusammen mit ihrer 4 Jahre jüngeren Schwester Elfriede Menkel, geboren 1882, in dem Haus der Bergstraße 5 in Bad Honnef. Zusätzlich lebten in der Wohngemeinschaft die Verwandte der beiden, Cilli Rings, geborene Menkel im Jahre 1886, und Else Stang, geborene Juhl 1901.
Zu dem Wohnhaus gehörten außer einer Metzgerei ein Laden, ein Hof und Stallungen. Die Eigentümerin war Rosalie Menkel. Sie wurde am 30.12.1878 als Ältere der beiden Schwestern geboren. Elfriede, ihre jüngere Schwester wurde am 20.11.1882 geboren. Die beiden waren Teil einer alten jüdischen Metzgerfamilie, die nach Beginn der nationalsozialistischen Judenverfolgung ihre wirtschaftliche Existenz verlor. Im Mai 1941 wurden Rosalie und Elfriede vermutlich in das Sammel- und Arbeitslager Much „Am Walkweiher“ eingewiesen (vollständige Einweisungsunterlagen sind nicht erhalten). Am 14.06.1942 wurden sie in das Sammellager „Bonn-Endenich“* verlegt und wenig später Richtung Osten deportiert. Es gibt keine weiteren Informationen, wo genau in den Osten oder zum Tod der Beiden.
Else Stang wurde am 31.08.1901 als eine Juhl geboren. Sie lebte bis 1941 in der Wohngemeinschaft. Wie der Nachname zeigt, muss Elfriede verheiratet gewesen sein. Informationen zu einem Ehepartner oder Kindern gibt es jedoch nicht. Da sie bis 1941 in der Wohngemeinschaft wohnte lässt sich vermuten, dass sie mit den Schwestern Menkel interniert wurde. Später wurde sie ebenfalls Richtung Osten deportiert. Es gibt auch bei ihr keine Informationen zum Zielort oder Tod bzw. Befreiung. Cilli Rings wurde am 25.10.1886 als eine Menkel geboren, war also eine Verwandte der beiden Schwestern. Da sie den Nachnamen Rings trägt, war sie verheiratet, wobei es auch bei Cilli keine Informationen zu einem Ehepartner oder Kindern. Wie die anderen Bewohnerinnen der Bergstraße 5, lebte sie dort bis zum Jahr 1941. Aber im Gegensatz zu Rosalie und Elfriede, gibt es keine nachgewiesene Einweisung in das Lager Much oder eine Verlegung nach Bonn-Endenich.
Jedoch wurde sie ebenfalls Richtung Osten deportiert (weitere Informationen gibt es ebenfalls nicht. Das alte Fachwerkhaus der Wohngemeinschaft wurde nach der Internierung von Rosalie und Elfriede von der katholischen Kirche erworben (1942) und anschließend abgerissen. Das Grundstück wurde neu bebaut mit dem Gebäude, was heute noch an der Stelle steht. Heute erinnern die Stolpersteine der vier an ihre Geschichte und eine Menora an der Hauswand. Das ist ein siebenarmiger Leuchter, der einer der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums ist. Er symbolisiert die sieben Schöpfungstage, den brennenden Dornbusch und das göttliche Licht, das Weisheit bringt.
*Das ehemalige Kloster Mariahilf in Bonn-Endenich diente der Gestapo ab 1941 als Internierungs- und Sammellager. Von dort wurden fast 500 jüdische BürgerInnen aus Bonn und Umgebung in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert.
Worterklärung: Internierung; Freiheitsentzug zur Isolierung (Gefangennahme) von Personen (Gruppen) vom Staat organisiert.
Abitur 2026 – Zweiter Abiturjahrgang an St. Josef
Ein weiterer bedeutender Schritt in der noch jungen Geschichte der Oberstufe unserer Schule
Am Freitag, den 3. Juli 2026, wurde der zweite Abiturjahrgang der Erzbischöflichen Gesamtschule Sankt Josef feierlich verabschiedet. Insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler erhielten in diesem Jahr ihre Allgemeine Hochschulreife. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um diesen besonderen Anlass gemeinsam mit uns zu feiern.
Die Feierlichkeiten begannen mit einem Dankgottesdienst in der Kirche Sankt Johann Baptist. In würdevoller Atmosphäre gestalteten die Abiturientinnen und Abiturienten die Fürbitten selbst und setzten damit einen persönlichen Akzent zu Beginn dieses besonderen Tages.
Im Anschluss entstand das traditionelle Gruppenfoto vor dem Haus Magdalena. Gemeinsam mit Schulleiter Herrn Saal sowie den Stufenleitungen Frau Neukirchen und Herrn Hausen wurde dieser Moment für die Nachwelt festgehalten.
Die Schulgemeinschaft versammelte sich anschließend in der Aula zur feierlichen Zeugnisverleihung. In seiner Ansprache stellte Schulleiter Ralf Saal die besondere Rolle dieses zweiten Abiturjahrgangs in den Mittelpunkt. Mit Blick auf die Entwicklung der Schule betonte er: „Die ersten finden den Weg, die zweiten gestalten ihn.“ und würdigte die Abiturientia als „Anpackerstufe“, die die noch junge Oberstufe aktiv mitgeprägt habe.
Auch Bürgermeister Philip Herzog richtete Grußworte an die Absolventinnen und Absolventen und überbrachte die Glückwünsche der Stadt. Für die Elternschaft sprachen Frau Rössig sowie Frau Mertins und dankten der Schule und den Familien für die Begleitung auf dem Weg zum Abitur.
Einen besonders originellen Beitrag gestalteten die Stufenleitungen Frau Neukirchen und Herr Hausen: In Form eines inszenierten Chatverlaufs ließen sie zentrale und besonders schöne Momente der gemeinsamen Schulzeit mit besonderen Bildern Revue passieren. Die kreative und zugleich persönliche Würdigung des Jahrgangs rührte alle Anwesenden besonders. Auch die Stufensprecherinnen und Stufensprecher blickten in ihrer Rede dankbar auf die gemeinsame Zeit an St. Josef zurück und hoben die prägende Bedeutung dieser Jahre hervor.
Die Abiturzeugnisse wurden anschließend feierlich durch die Stufenleitung und Schulleiter Herrn Saal überreicht.
Das Ende des offiziellen Teiles der Veranstaltung bildete der anschließende Sektempfang, bei dem die Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit ihren Familien und Lehrkräften auf ihren erfolgreichen Abschluss anstoßen konnten.
Wallfahrt der Jahrgangsstufe 6 nach Altenberg
Auch in diesem Jahr machte sich die gesamte Jahrgangsstufe 6 von Sankt Josef gemeinsam mit zahlreichen weiteren sechsten Klassen erzbischöflicher Schulen auf den Weg zur traditionellen Wallfahrt nach Altenberg.
Bereits um 7:40 Uhr starteten die Schülerinnen und Schüler mit dem Bus an der Schule. Nach der Ankunft am Zwischenziel in Scheuren begann die Pilgerstrecke: Gemeinsam wurde gewandert, unterbrochen von kurzen Pausen, in denen wir gemeinsam beteten und auf unserem Weg innehielten.
Am Altenberger Dom angekommen, blieb zunächst Zeit, das Gelände zu erkunden und sich beim gemeinsamen Spielen zu stärken. Anschließend versammelten sich alle Gruppen zum feierlichen Einzug in den Dom, bei dem die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Kreuzen und Fahnen einzogen.
Vor Beginn des Gottesdienstes wurden die Kinder herzlich von Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Schwaderlapp begrüßt. Besonders hob er die Schülerinnen und Schüler von Sankt Josef hervor, die in diesem Jahr die Messdiener stellten und damit eine wichtige Aufgabe im Gottesdienst übernahmen.
Der Gottesdienst wurde in diesem Jahr von Weihbischof Ansgar Puff geleitet. Im Mittelpunkt seiner Predigt stand die Heilung des Blinden durch Jesus. Dabei betonte er, dass Vertrauen und Glaube eine entscheidende Rolle spielen: Wer sich auf Gott verlässt, kann neue Wege sehen und Hoffnung finden. Gleichzeitig gab er den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg, ihre Mitmenschen nicht aus dem Blick zu verlieren und niemanden „im toten Winkel“ zu übersehen.
Nach dem Gottesdienst ging es schließlich wieder gemeinsam mit dem Bus zurück. Bei bestem Wetter und guter Stimmung erlebten alle eine gelungene Wallfahrt, die den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet hat.
Mitteilungen
Liebe Eltern, alle Informationen zu Veranstaltungen und zum Aufnahmeverfahren für die neue Jahrgangsstufe 5 im Schuljahr 2026/2027 finden Sie hier.
Liebe Eltern, wenn Sie für Ihr Kind eine Anfrage zum Seiteneinstieg stellen möchten, informieren Sie sich hier.
Interessierte Schülerinnen und Schüler sind herzlich dazu eingeladen, bei uns im Unterricht der Einführungsphase (EF) zu hospitieren. Um eine vorherige Kontaktaufnahme mit der Abteilungsleitung für die gymnasiale Oberstufe wird gebeten (Anmeldung per E-Mail unter ); aus technischen Gründen sind E-Mails mit einem Datenvolumen über 5 MB an das Sekretariat zu senden. Wir freuen uns auf ein Kennenlernen. Weitere Informationen zur Oberstufe finden sich hier.
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Hier bekommen Sie weitere Informationen: www.parknotruf.de/freischalten.html
Hinweis: Es ist empfohlen, eigenverantwortlich auf bewährte Infektionsschutzmaßnahmen zurückzugreifen und auf diese Weise dazu beizutragen, dass die gesundheitlichen Risiken in den Schulen weiterhin möglichst gering bleiben.
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