Herzlich Willkommen!
Aktuelles aus dem Schulleben
Kinder helfen Kindern
8.000 Euro für „Bad Honnef hilft“
Beim Sponsorenlauf zum Abschluss unseres Jubiläumsjahres ist eine beeindruckende Spendensumme zusammengekommen. Rund 750 Schülerinnen und Schüler unserer Schule gingen am 16. Juli auf der Insel Nonnenwerth an den Start und legten gemeinsam ca. 4.960 Kilometer zurück.
Für jeden gelaufenen Kilometer hatten die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld Sponsoren gesucht. So kamen insgesamt 10.527,82 Euro zusammen. 8.000 Euro davon überreichte unsere Schulgemeinschaft nun an die Bürgerstiftung „Bad Honnef hilft“.
Mit der Spende werden unter anderem Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche aus Bad Honnef unterstützt. Damit kommt das Geld direkt dort an, wo es gebraucht wird. Die Schülerinnen und Schüler haben mit ihrem Einsatz gezeigt, dass Helfen ganz konkret aussehen kann und dass auch viele kleine Beiträge gemeinsam etwas bewegen.
Auch an unserer Schule wird ein Teil des erlaufenen Geldes direkt eingesetzt. 2.500 Euro fließen in einen Sportrollstuhl, der künftig für Sport auf Augenhöhe sorgen soll. Ein weiterer Sportrollstuhl ist bereits in Planung. So möchten wir noch mehr Schülerinnen und Schülern ermöglichen, gemeinsam Sport zu treiben und selbstverständlich Teil eines Teams zu sein.
Gemeinsam etwas bewegen, füreinander da sein und niemanden außen vorlassen: Genau das wurde beim Sponsorenlauf spürbar. Unser Schulmotto „Einander annehmen, gemeinsam wachsen“ war dabei nicht nur ein Satz, sondern wurde auf der Laufstrecke mit Leben gefüllt.
Besonders viele Kilometer sammelten die Klassen 7a und 9a. Die 7a erreichte mit insgesamt 365,3 Kilometern die längste Gesamtstrecke. Die 9a lag mit durchschnittlich 15,83 Kilometern pro Schülerin und Schüler vorn. Als Anerkennung für ihren Einsatz dürfen sich beide Klassen auf einen gemeinsamen Ausflugstag freuen.
Bei der Spendenübergabe waren neben den Klassensprecherinnen und Klassensprechern der beiden Klassen auch Schulleiter Ralf Saal, Schulpfarrer Torsten Kürbig, Sedika Marr vom Schulseelsorgeteam, Sandra Lück vom Förderverein und Sportlehrer Martin Casel dabei. Für die Bürgerstiftung „Bad Honnef hilft“ nahm die Vorsitzende Annette Stegger den Spendenscheck entgegen. Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass aus einem gemeinsamen Lauf konkrete Hilfe werden konnte.
Jean Asselborn im Gespräch mit unserer Q2
Ehemaliger luxemburgischer Außenminister besucht Sankt Josef
Am 24. September hatten wir die Ehre, Jean Asselborn in unserer Schule begrüßen zu dürfen. Der ehemalige Außenminister von Luxemburg hat mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe Q2 über aktuelle politische Themen, insbesondere jene, die die Herausforderungen der Europäischen Außen- und Innenpolitik betreffen, diskutiert.
Wir Schüler hatten Fragen vorbereitet, die wir dem ehemaligen Politiker in einer Diskussion gestellt haben. Der lockere Luxemburger hat diese ausführlich beantwortet.
Schnell hat sich herauskristallisiert, dass Jean Asselborn ein großer Verfechter der EU ist. Außerdem hat er uns Schüler insbesondere vor dem Rechtspopulismus gewarnt, welcher in Teilen der EU stark an Zuwachs gewinnt. Mit seiner energischen Art hat er an uns appelliert, uns selber zu fragen: „Was kann ich eigentlich gegen Rechtsextremismus unternehmen?“ Asselborn betonte außerdem, dass die EU gefährdet sei, sobald rechtsextreme Parteien an die Macht kämen.
Wir Schülerinnen und Schüler haben ausgiebig mit dem ehemaligen Außenminister diskutieren dürfen. Diese Erfahrung, solch einen hohen Besuch an unserer Schule zu erleben, hat alle Schülerinnen und Schüler nachhaltig geprägt, da man aus solch einer Diskussion mehr mitnehmen kann als aus einem gewöhnlichen Text. Solche Erfahrungen machen zu dürfen, ist nicht selbstverständlich.
Dariush W., Q2
„Kontroversen um Konrad Adenauer“
Diskussionsvortrag der Konrad-Adenauer-Stiftung im 150. Jubiläumsjahr von Adenauer:
Am 17. September 2026 fand im Fachbereich Geschichte für uns Schülerinnen und Schüler der Q2 diese besondere, knapp anderthalbstündige Veranstaltung statt, die der bekannte Historiker und Journalist Sven-Felix Kellerhoff leitete. Als Geschichtsautor und Redakteur leitet er den Geschichtskanal bei Welt/N24 in Berlin und war in Begleitung von Professor Martin Reuber aus dem Büro der Bundesstadt Bonn der Konrad-Adenauer Stiftung in Sankt Augustin der Redner.
Einleitend stellte uns Kellerhoff politische Leistungen und Erfolge Adenauers als dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik (1949 – 1963) vor, die unstrittig positiv bewertet werden; dazu zählen der Aufbau einer stabilen Demokratie (s. Grundgesetz), das Ende des Besatzungsstatuts 1955, der wirtschaftliche Aufschwung (Wirtschaftswunder), die soziale Absicherung. Auch seine Außenpolitik – bekannt unter dem Begriff der ‚Westintegration’ - mit Staaten vornehmlich des westlichen Auslands zählt dazu, vor allem seine Aussöhnung mit Frankreich (‚Deutsch-Französische Freundschaft’ und Israel) wie auch der Erfolg um die europäische Einigung. Die damals junge Bundesrepublik zählt seit 1957 zu den Gründungsmitgliedern der heutigen EU. Dass Adenauer bis heute eine große Bedeutung hat, zeigt seine Wahl zum wichtigsten Deutschen in einer ZDF-Umfrage im Jahr 2003 („Platz 1“) und die Zwei-Euro-Gedenkmünze zu seinem 150. Geburtstag.Den Hauptteil seiner von interessanten Bildfolien ergänzten Ausführungen widmete der Referent aber den Kontroversen über Adenauers Politik sowie über den Umgang mit der NS-Vergangenheit und die politische Ausrichtung Westdeutschlands.
Anschließend hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die Themen zu diskutieren.
Aufschlussreich waren z.B. historische Plakate: Während die CDU ihn positiv darstellte, äußerten der SPIEGEL und besonders die SED in der DDR deutliche Kritik.
Die erste von vier vorgestellten Kontroversen betraf die Westbindung der Bundesrepublik. Kritiker warfen ihm vor, die feste politische Bindung an westliche Staaten über eine schnelle Wiedervereinigung beider deutscher Staaten gestellt zu haben. Kellerhoff erwähnte auch die Stalin-Noten von 1952, mit dem Hinweis, dass in dem sowjetischen Vorschlag freie Wahlen nicht vorgesehen gewesen seien. Deshalb könne man nicht behaupten, Adenauer hätte eine sichere Chance auf die deutsche Einheit abgelehnt. An diesem Beispiel zeigte unser Gast auf, wie Historiker Aussagen und Behauptungen mithilfe von Akten und weiteren Quellen überprüfen.
Die zweite Kontroverse drehte sich um Adenauers Umgang mit der NS-Vergangenheit, speziell mit der Tatsache, dass Hans Globke, der in den 1930er Jahren einen Kommentar zu den Nürnberger Rassegesetzen mitverfasst hatte und angeblich auch Informationen an politisch Verfolgte weitergegeben haben soll, zehn Jahre lang Chef des Bundeskanzleramtes und damit einer von Adenauers engsten Mitarbeitern war. Margarete Sommer, die während der NS-Zeit viele Menschen gerettet hatte, warnte 1953 vor Globkes Berufung und bezeichnete sie als einen ernsten Fehler. Das Festhalten an ihm bleibt deshalb bis heute eine schwere Belastung für Adenauers politische Bilanz.
Die dritte Kontroverse thematisierte die Frage, ob die 1950er Jahre gesellschaftlich restaurativ, also rückwärts, auf frühere Verhältnisse ausgerichtet waren. Als Kritikpunkt wurde unter anderem das damalige Frauenbild genannt. Auch ein Zitat Adenauers in einem Wahlprogramm der Grünen führte wegen des Vorwurfs des Sexismus zu einer Diskussion. Dem standen Fakten gegenüber, dass die 1950er Jahre wirtschaftlich und technisch sehr modern gewesen seien. Es wurde erkennbar, dass der Begriff ‚restaurativ’ die damalige durchaus fortschrittliche Zeit nur teilweise beschreibt, und dass wir frühere Zeiten nicht mit heutigen Ansichten sehen und beurteilen sollten.
Zum Schluss des Vortrags wurde Adenauers Ostpolitik am Beispiel seiner Moskaureise 1955 als vierte Kontroverse präsentiert. In der sowjetischen Hauptstadt verhandelte der Bundeskanzler über die Rückkehr deutscher Kriegsgefangener (tatsächlich konnten bald die letzten knapp zehntausend Soldaten aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Hause zurückkehren). Obwohl die Gespräche in Moskau zeitweise angespannt waren, nahm die Bundesrepublik 1955 diplomatische Beziehungen mit der Sowjetunion auf, ohne die DDR anzuerkennen (s. Hallstein-Doktrin). Auch Einzelheiten des mehrtägigen Kanzler-Besuchs, über ein Wochenende hinweg, erwähnte Herr Kellerhoff, z.B. dass Adenauer an jenem Sonntag vor den Verhandlungen erst eine katholische Messe besuchte, nämlich in der von den Franzosen geführten einzigen katholischen Kirche in ganz Moskau. Dieses Vorgehen zeige, so Kellerhoff, dass Adenauer sowohl selbstbewusst war als auch taktisch und ideologisch vorging.
Eine heutige Behauptung aus der AfD, Adenauer gehöre politisch zu ihr, wurde kritisch überprüft und vor allem wegen seiner klaren Westbindung in Frage gestellt.
Eine Karikatur mit dem Slogan „MAGA: Make Adenauer Great Again“ leitete schließlich zur Fragerunde über; wir diskutierten u.a., wie politische Mehrheiten Veränderungen durchsetzen könnten, ohne Minderheiten zu unterdrücken.
Insgesamt gab uns die Veranstaltung einen guten Einblick in verschiedene Seiten der Politik Konrad Adenauers. Besonders deutlich wurde, dass seine Kanzlerschaft nicht nur durch die Westbindung geprägt war, sondern dass auch der Umgang mit der NS-Vergangenheit, die gesellschaftliche Entwicklung der 1950er Jahre und die Ostpolitik wichtige und kontrovers diskutierte Themen sind.
Der Referent schloss damit, dass er meinte, „ein bisschen mehr ‚Adenauer’ heutzutage im Sinne von Authentizität, Gradlinigkeit und Autorität täte unserem Land manchmal ganz gut.“
Vitalij Baumstark, Lana Brickmann, Benjamin Fritz, Jona Kaster, Annalena Müller / Q2
Mitteilungen
Liebe Eltern, alle Informationen zu Veranstaltungen und zum Aufnahmeverfahren für die neue Jahrgangsstufe 5 im Schuljahr 2027/2028 finden Sie hier.
Liebe Eltern, wenn Sie für Ihr Kind eine Anfrage zum Seiteneinstieg stellen möchten, informieren Sie sich hier.
Interessierte Schülerinnen und Schüler sind herzlich dazu eingeladen, bei uns im Unterricht der Einführungsphase (EF) zu hospitieren. Um eine vorherige Kontaktaufnahme mit der Abteilungsleitung für die gymnasiale Oberstufe wird gebeten (Anmeldung per E-Mail unter ); aus technischen Gründen sind E-Mails mit einem Datenvolumen über 5 MB an das Sekretariat zu senden. Wir freuen uns auf ein Kennenlernen. Weitere Informationen zur Oberstufe finden sich hier.
Was tun wenn... ?
... ich mein Kind zum
... mein Kind
... ich ein
... ich für mein Kind ein
... ich wissen möchte, wann der nächste
... ich mich über den
... ich mich für die
... ich mich zum Thema
... ich mich über
... ich mich für das
Hier bekommen Sie weitere Informationen: www.parknotruf.de/freischalten.html
Hinweis: Es ist empfohlen, eigenverantwortlich auf bewährte Infektionsschutzmaßnahmen zurückzugreifen und auf diese Weise dazu beizutragen, dass die gesundheitlichen Risiken in den Schulen weiterhin möglichst gering bleiben.
Wir bitten Sie und euch darum, sich auf der Homepage regelmäßig zu informieren.
Für Rückfragen stehen Ihnen und euch alle Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter zur Verfügung.
Download aktueller Eltern-Schüler-Brief:
Termine
Hier finden Sie die wichtigen Termine der Gesamtschule Bad Honnef.










