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Medienkompetenz im Fokus: Gemeinsam für einen sicheren Umgang mit der digitalen WeltMedienkompetenz im Fokus: Gemeinsam für einen sicheren Umgang mit der digitalen Welt
Smartphones, soziale Netzwerke und digitale Medien prägen den Alltag junger Menschen wie nie zuvor. Um Kinder und Jugendliche dabei zu begleiten, fand in der Erzb. Gesamtschule St. Josef die eine Veranstaltung zum Projekt „Medienkompetenz für Bad Honnef – fit für die digitale Welt“ statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ein sicherer, reflektierter und selbstbestimmter Umgang mit digitalen Medien gelingen kann.
Zum Auftakt machte Schulleiter Herr Saal deutlich, wie grundlegend sich die Lebenswelt verändert hat. „Soziale Medien sind ein Lebensraum für Jugendliche.“ Schule könne diese Entwicklung jedoch nicht allein auffangen. Angebote wie Schulsozialarbeit, Medienscouts und Kooperationen, etwa mit der Universität zu Köln, seien wichtige Bausteine. Gleichzeitig brauche es aber gemeinsame Anstrengungen über die Schule hinaus.
Eine besondere Rolle spielte die Schirmherrin des Projekts, Frau Strack-Zimmermann, zugleich Bad Honnefer Aalkönigin 2025. Sie unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung von Medienkompetenz und betonte „Sicherheit beginnt im Smartphone.“ Ihr Appell an die Jugendlichen lautete „Seid kritisch gegenüber dem, was ihr seht“ und „Schützt euch, Familie und andere.“ Verbote lehnte sie ab und sprach sich klar für einen bewussten Umgang aus.
Einblicke in die alltägliche Handy-Nutzung von Schülerinnen und Schülern gaben Ben B. und Paul Q. aus der Jahrgangsstufe 10. Sie berichteten datenbasiert von häufiger Smartphone-Nutzung im Unterricht, die zu Ablenkung führen könne, zeigten aber auch die Chancen auf. Richtig eingesetzt könnten digitale Medien das Lernen sogar verbessern.
Im Ideencafé kamen Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie externe Partner in offener Atmosphäre ins Gespräch. Vorgestellt wurden unter anderem die Arbeit der Medienscouts, die Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln, Angebote der Schulsozialarbeit sowie konkrete Unterrichtsansätze. Dabei wurde deutlich, wie viele Projekte bereits bestehen und wie wichtig ihre Vernetzung ist.
Im anschließenden Fachgespräch, moderiert von Frau Dr. Günthner, der Didaktischen Leiterin der Gesamtschule, stand die Frage im Mittelpunkt, was junge Menschen für ein gesundes Aufwachsen brauchen. Laura Solzbacher vom Stadtjugendring stellte die Medienoffensive vor, die in Bad Honnef auf Aufklärung, Vernetzung und nachhaltige Strukturen setzt. „Wir müssen gemeinsam ran“, betonte sie und hob hervor, wie wichtig Begegnung auf Augenhöhe ist. „Wir können ganz viel von Kindern lernen.“ Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind und langfristige Angebote für Schülerinnen, Schüler und Eltern notwendig bleiben.
Auch die Perspektive der Jugendlichen wurde deutlich. Medienscout Jonas P. sagte „Es ist schwierig zu filtern, was echt ist“, verwies aber zugleich auf die motivierenden Möglichkeiten digitaler Medien.
Herr Buchholz erklärte „Ipads sind kein Allheilmittel, sondern Ergänzung“, während Cedric Lawida von der Universität zu Köln die Bedeutung im Hinblick auf Bildungsziele und Prüfungsformate unterstrich. Herr Saal ergänzte: „Kinder sind uns ein bis zwei Schritte voraus, aber auch unbedarfter.“
Einigkeit bestand darin, dass Verbote nicht weiterführen. Marie-Agnes Strack-Zimmermann brachte es auf den Punkt „Regeln statt Verbote.“ Herr Saal ergänzte „Jede Regel braucht eine Erklärung, warum sie sinnvoll ist.“
Zum Abschluss wurde deutlich, dass Schulen auf Unterstützung angewiesen sind. „Schulen benötigen externe Unterstützung“, so Strack-Zimmermann. Genau hier setzt das Projekt an, das durch die Medienoffensive und die Zusammenarbeit verschiedener Partner langfristig wirken soll.
Die Veranstaltung zeigte, dass Medienkompetenz eine gemeinsame Aufgabe bleibt. Nur im Zusammenspiel von Schule, Elternhaus und Gesellschaft können Kinder und Jugendliche sicher in der digitalen Welt unterwegs sein.


