Gedenken an die Opfer der Reichsprogromnacht 1938

09.11.2022
Stadtgespräch
© T. Gretenkord
Stadtgespräch
© T. Gretenkord (09.11.2022)

Jedes Jahr erinnert die Stadt Bad Honnef am 9. November an die Opfer der Reichsprogromnacht der Nationalsozialisten. Zu dieser Gedenkveranstaltung werden auch alle Schulen aus Bad Honnef eingeladen, damit die Opfer des Nationalsozialismus und die weiteren Taten, die im Namen der Nationalsozialisten verübt wurden, nicht in Vergessenheit geraten, sondern in Erinnerung bleiben. Dass man die Opfer von Terror und Gewaltherrschaft nicht vergessen darf, war für uns schnell klar, deshalb wollten wir unsere Sankt Josef Schule an diesem Tag gerne vertreten. Gemeinsam mit unserem Geschichtslehrer, Herrn Trojansky, haben wir uns im Unterricht fächerübergreifend in Erdkunde, Geschichte und Religion mit dem Terror und der Gewaltherrschaft, damals und heute im Vergleich, auseinandergesetzt. In diesem Rahmen haben wir uns dazu entschlossen in einem poetry slam zwei Zeitzeugenberichte einander gegenüberzustellen. Dabei haben wir die Erlebnisse eines Rabis, der den Brand einer Synagoge und die Wut der Menschen gegen die Juden (1938) schildert, abwechselnd mit den Erinnerungen eines vietnamesischen Jungen vorgetragen, der 1992 die Ausländerfeindlichkeit und den Brand des Sonnenblumen-Hauses in Rostock-Lichtenhagen erlebt. Mit unserem Vortrag möchten wir zeigen, dass Rassismus und Ausgrenzung in der heutigen Gesellschaft noch vorkommen können und, wie man dagegen aktiv werden kann. Ausländerfeindlichkeit, Abneigungen gegen Flüchtlinge oder aktuelle Kriege wie zum Beispiel in der Ukraine sind traurige Beispiele dafür, dass nicht alle Menschen die gleichen Rechte genießen. Am Mittwoch, 9. November 2022, um 18:00 Uhr haben wir unseren poetry slam an der ehemaligen Synagoge und vor der Gedenktafel in der Kirchstraße vorgetragen. Dabei haben uns neben Herrn Trojansky auch Herr Gretenkord und Herr Herrmann begleitet. Trotz des unschönen Ereignisses waren wir positiv überrascht, wie viele Menschen zu dieser Gedenkveranstaltung kamen und, wie wichtig das Erinnern und ein "nie wieder" sind.
Frieda G. und Marie R- (10a) sowie D.Trojansky